SCHNELLANTWORT
Dominanz und Submission (D/S) ist eine freiwillige, verhandelte Machtdynamik zwischen zwei oder mehr Personen, bei der eine Person Kontrolle übernimmt und eine andere Kontrolle bewusst abgibt. D/S bildet das psychologische Herzstück vieler BDSM-Beziehungen und kann vollständig ohne körperliche Praktiken wie Bondage existieren.
Was ist Dominanz und Submission?
- D/S steht für eine freiwillige, verhandelte Machtdynamik zwischen Personen
- Die dominante Person übernimmt Führung und Verantwortung
- Die submissive Person gibt Kontrolle bewusst und aus freiem Willen ab
- Konsens, Kommunikation und ein Safeword sind Grundvoraussetzungen, keine Optionen
- D/S kann auf eine Szene begrenzt oder als gelebte Alltagsdynamik gestaltet sein
Dominanz und Submission
beschreibt innerhalb des BDSM-Kontexts die Verteilung von Macht und Kontrolle auf der psychologischen Ebene. Das Akronym BDSM steht für Bondage & Discipline, Dominance & Submission sowie Sadism & Masochism, D/S bildet damit einen eigenständigen Bestandteil des Spektrums, der sich auch ohne jede körperliche Praktik entfaltet.
Die dominante Person, häufig als Dom, Domme oder Master/Mistress bezeichnet, übernimmt in einer D/S-Dynamik Führung, Verantwortung und Entscheidungsgewalt. Das bedeutet gleichzeitig eine erhebliche Verpflichtung gegenüber der submissiven Person. Die submissive Rolle, Sub, Slave oder devotee, beinhaltet das bewusste und freiwillige Abgeben von Kontrolle. Diese Abgabe ist kein Kontrollverlust, sondern eine aktive Entscheidung.
D/S ist nicht gleichbedeutend mit Sadismus oder Masochismus. Wer dominant ist, muss keine Freude an Schmerzzufügung empfinden, und wer submissiv ist, muss keine Schmerzlust verspüren. Der Kern von Dominanz und Submission liegt ausschließlich in der Machtdynamik, nicht in körperlichen Reizen.
D/S, BDSM und Power Exchange: wo liegt der Unterschied?
Dominanz und Submission wird häufig mit BDSM oder Power Exchange gleichgesetzt, die drei Konzepte überschneiden sich, sind aber nicht identisch.
Eine D/S-Dynamik gehört damit immer zum BDSM-Spektrum, aber nicht jede BDSM-Praktik enthält eine D/S-Komponente. Wer beispielsweise Bondage aus rein ästhetischen oder sensorischen Gründen praktiziert, ohne eine Machtdynamik zu leben, bewegt sich im BDSM-Spektrum, aber nicht zwingend in einer D/S-Dynamik.
